Jedes ERP-Einführungsprojekt beginnt mit derselben Euphorie. Die Entscheidung ist gefallen. Die Lizenzen sind bestellt. Im Team wurde bereits eine Demo angesehen, und der geplante Go-live-Termin steht längst im Kalender.
Doch was passiert eigentlich zwischen diesem Moment und dem Tag, an dem Ihr Unternehmen SAP Business One Cloud zum ersten Mal produktiv nutzt?
Genau darüber wird erstaunlich selten gesprochen.
Dieser Leitfaden schließt diese Lücke.
Der nachfolgende 8-Wochen-Implementierungsplan zeigt, wie Ingold Solutions eine typische Einführung von SAP Business One Cloud bei kleinen und mittelständischen Unternehmen umsetzt. Dabei handelt es sich nicht um ein theoretisches Beratungsmodell, sondern um den bewährten Ablauf aus der Praxis – mit klar definierten Projektphasen, einer strukturierten Vorgehensweise und realistischen Zeitplänen.
Natürlich ist jedes Unternehmen unterschiedlich.
Ein überschaubares Projekt mit sauberen Stammdaten und wenigen Geschäftsprozessen kann bereits innerhalb von vier bis sechs Wochen produktiv gehen.
Komplexere Einführungen – beispielsweise mit mehreren Lagerstandorten, Produktionsmodulen, umfangreichen Datenmigrationen oder der Anbindung externer Systeme – benötigen häufig zehn bis sechzehn Wochen.
Für die meisten mittelständischen Unternehmen, die SAP Business One Cloud erstmals einführen, ist jedoch ein Zeitraum von acht Wochen ein realistischer und gut planbarer Rahmen.
Projektüberblick
| Woche |
Projektphase |
Inhalte |
| Woche 1 |
Discovery Workshop |
Projektumfang definieren, Geschäftsprozesse analysieren, Projektplan erstellen, Benutzer und Lizenzen festlegen |
| Woche 2 |
Prozessanalyse |
Konfigurationskonzept, Kontenplan, Berechtigungskonzept und Beleglayouts erstellen |
| Woche 3 |
Systemeinrichtung |
Produktivsystem aufsetzen, Module konfigurieren sowie DATEV-, ELSTER- und Compliance-Einstellungen vornehmen |
| Woche 4 |
Datenmigration |
Stammdaten, Preislisten und Eröffnungsbestände importieren und validieren |
| Woche 5 |
Anwenderschulung |
Rollenbasierte Schulungen mit realen Unternehmensdaten in einer Testumgebung |
| Woche 6 |
Tests |
End-to-End-Prozesse, Integrationen und User Acceptance Tests durchführen |
| Woche 7 |
Go-live-Vorbereitung |
Finale Datenmigration, Benutzerfreigaben, Go-live-Checkliste und Produktivsetzung vorbereiten |
| Woche 8 |
Go-live |
Produktiver Betrieb, Hypercare-Support und Umstellung des Altsystems in den Lesemodus |
Quelle: Implementierungsmethodik von Ingold Solutions auf Basis des SAP Accelerated Implementation Program (AIP). Paketpreise gemäß den veröffentlichten Preisen von Ingold Solutions (Stand: April 2026).
Woche 1: Discovery Workshop
Die erste Woche einer SAP Business One Cloud Implementierung beginnt nicht mit der Einrichtung der Software.
Sie beginnt mit dem Zuhören.
Ein professioneller Discovery Workshop verfolgt vor allem ein Ziel: Er schafft Klarheit darüber, was ein Unternehmen tatsächlich benötigt – und nicht nur, was zunächst vermutet wird.
Denn häufig unterscheiden sich Wunsch und tatsächlicher Bedarf erheblich.
Ein Geschäftsführer sagt beispielsweise:
„Wir brauchen eine Lagerverwaltung."
In der Praxis kann das völlig unterschiedliche Anforderungen bedeuten.
Vielleicht geht es lediglich um Bestandsführung und Mindestbestände.
Vielleicht werden jedoch zusätzlich benötigt:
- mehrstufige Einkaufsfreigaben
Wird diese Differenz bereits in der ersten Projektwoche erkannt, entstehen weder Mehrkosten noch Verzögerungen.
Erfolgt diese Erkenntnis erst kurz vor dem Go-live, verschiebt sich häufig der gesamte Projektplan.
Inhalte des Discovery Workshops bei Ingold Solutions
Während der ersten Projektwoche werden gemeinsam mit dem Kunden folgende Themen erarbeitet:
Dokumentation der bestehenden Geschäftsprozesse
Gemeinsam wird analysiert,
- wie Verkaufsprozesse heute ablaufen,
- wie Bestellungen bearbeitet werden,
- wie Einkaufsprozesse funktionieren,
- und wie Finanzbuchhaltung sowie Lagerverwaltung aktuell organisiert sind.
Dabei wird bewusst nicht der Soll-Prozess betrachtet, sondern die tatsächliche Arbeitsweise im Unternehmen.
Analyse der bestehenden Systemlandschaft
Anschließend wird untersucht,
- welche Software aktuell eingesetzt wird,
- wo sich welche Daten befinden,
- welche Systeme weiterhin genutzt werden sollen
- und in welchen Formaten die vorhandenen Daten vorliegen.
Diese Informationen bilden später die Grundlage für eine erfolgreiche Datenmigration.
Projektorganisation und Go-live-Planung
Ebenso wichtig ist die organisatorische Vorbereitung.
Hier werden unter anderem festgelegt:
- der geplante Go-live-Termin,
- die Projektverantwortlichen auf Kundenseite,
- sowie die zeitliche Verfügbarkeit aller Projektbeteiligten.
Klare Verantwortlichkeiten sorgen dafür, dass Entscheidungen schnell getroffen werden können und das Projekt planmäßig voranschreitet.
Definition des Projektumfangs
Gemeinsam wird festgelegt,
- welche SAP Business One Module Bestandteil des ersten Go-live sind,
- welche Prozesse später umgesetzt werden,
- und welche Anforderungen bewusst in eine spätere Projektphase verschoben werden.
Dieses sogenannte Phase-2-Konzept verhindert unnötige Komplexität während der Ersteinführung.
Benutzer und Lizenzplanung
Zum Abschluss der ersten Woche erfolgt die Planung aller SAP-Benutzer.
Dabei wird festgelegt,
- welche Mitarbeiter eine Professional User Lizenz benötigen,
- welche mit einer Limited User Lizenz arbeiten,
- und welche Lizenzvariante für die jeweilige Rolle optimal geeignet ist.
Das Ergebnis der ersten Woche
Am Ende des Discovery Workshops stehen zwei zentrale Projektdokumente:
- ein verbindlich abgestimmter Projektumfang,
- sowie ein detaillierter Projektplan mit klar definierten Meilensteinen für jede einzelne Woche.
Erst wenn beide Seiten diese Unterlagen freigegeben haben, beginnt die nächste Projektphase.
Dieser Schritt mag auf den ersten Blick bürokratisch wirken.
Tatsächlich gehört er jedoch zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren einer SAP Business One Cloud Implementierung und verhindert spätere Zusatzkosten, Missverständnisse und Terminverschiebungen.
Woche 2: Prozessanalyse
Nachdem der Projektumfang definiert wurde, beginnt die eigentliche Detailarbeit.
In der zweiten Woche werden sämtliche Geschäftsprozesse so analysiert, dass sie optimal in SAP Business One Cloud abgebildet werden können.
Dabei geht es nicht darum, bestehende Abläufe unverändert zu übernehmen.
Vielmehr prüfen die Berater von Ingold Solutions, wie sich die Prozesse möglichst effizient mit den Standardfunktionen von SAP Business One umsetzen lassen.
SAP verfügt über klar definierte Prozessmodelle – beispielsweise für:
- Procure-to-Pay (Einkauf bis Zahlung),
- Order-to-Cash (Auftrag bis Zahlungseingang),
- Monats- und Jahresabschlüsse,
- Lagerverwaltung und Logistik.
Diese Standardprozesse werden mit den bestehenden Unternehmensabläufen verglichen.
Dabei wird festgelegt,
- welche Prozesse ohne Anpassung übernommen werden können,
- welche Konfigurationen erforderlich sind,
- und an welchen Stellen individuelle Erweiterungen wie Benutzerfelder, Freigabeworkflows oder spezielle Beleglayouts notwendig werden.
Woche 2: Prozessanalyse
Während der zweiten Woche entstehen außerdem zahlreiche Grundlagen, die später das tägliche Arbeiten mit SAP Business One Cloud bestimmen.
Kontenplan und Finanzstruktur
Gemeinsam mit der Finanzabteilung wird überprüft,
- ob der bestehende Kontenplan übernommen werden kann,
- welche Kostenstellen benötigt werden,
- wie Profitcenter aufgebaut werden,
- und wie Auswertungen künftig erfolgen sollen.
Unternehmen mit mehreren Niederlassungen oder Geschäftsbereichen erhalten bereits in dieser Phase eine Struktur, die später detaillierte Analysen ermöglicht.
Berechtigungskonzept
Nicht jeder Mitarbeiter benötigt Zugriff auf sämtliche Unternehmensdaten.
Deshalb wird frühzeitig definiert,
- welche Benutzer Verkaufsdaten sehen dürfen,
- wer Einkaufspreise bearbeiten kann,
- welche Mitarbeiter Zugriff auf Finanzinformationen erhalten,
- und welche Freigaben für kritische Geschäftsprozesse erforderlich sind.
Ein sauber aufgebautes Rollen- und Berechtigungskonzept erhöht nicht nur die Datensicherheit, sondern vereinfacht auch den späteren Arbeitsalltag.
Beleglayouts und Formulare
Bereits vor dem Go-live werden unter anderem gestaltet:
Dabei werden Unternehmenslogo, Farben, Pflichtangaben sowie gesetzliche Anforderungen berücksichtigt.
Unternehmen müssen ihre Geschäftsdokumente nach dem Go-live also nicht mehr manuell anpassen.
Freigabeprozesse
Viele Unternehmen arbeiten mit Genehmigungsworkflows.
Beispielsweise sollen:
- Bestellungen ab einem bestimmten Betrag freigegeben werden,
- Preisnachlässe genehmigt werden,
- oder Lieferantenrechnungen vor der Buchung geprüft werden.
Diese Regeln werden bereits während der Prozessanalyse definiert und anschließend im System eingerichtet.
Das Ergebnis der zweiten Woche
Am Ende der zweiten Woche liegt ein vollständiges Fachkonzept vor.
Dieses beschreibt detailliert,
- wie SAP Business One Cloud konfiguriert wird,
- welche Prozesse im Standard laufen,
- welche individuellen Anpassungen erforderlich sind,
- und wie Benutzer später mit dem System arbeiten.
Erst danach beginnt die eigentliche technische Einrichtung des Systems.
Woche 3: Systemeinrichtung
Jetzt wird aus Planung Realität.
In der dritten Woche wird die SAP Business One Cloud Umgebung eingerichtet und entsprechend der zuvor definierten Anforderungen konfiguriert.
Das bedeutet jedoch weit mehr als lediglich eine Software zu installieren.
Alle Unternehmensprozesse werden nun Schritt für Schritt im System abgebildet.
Einrichtung der Systemlandschaft
Zu Beginn wird die Cloud-Umgebung bereitgestellt.
Dazu gehören unter anderem:
- Einrichtung der SAP HANA-Datenbank
- Konfiguration der Benutzer
- Einrichtung der Mandanten
- Sicherheits- und Backup-Konfiguration
Je nach Projekt erfolgt die Bereitstellung in einer dedizierten oder einer Multi-Tenant-Cloud-Umgebung.
Konfiguration der Module
Anschließend werden die vereinbarten SAP Business One Module eingerichtet.
Dazu zählen beispielsweise:
Finanzbuchhaltung
Einkauf
Vertrieb
Lagerverwaltung
Produktion (falls Bestandteil des Projekts)
Einrichtung gesetzlicher Anforderungen
Gerade für deutsche Unternehmen spielt die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben eine wichtige Rolle.
Bereits während der Systemeinrichtung werden unter anderem vorbereitet:
- ELSTER-relevante Einstellungen
- gesetzeskonforme Belegnummerierung
Dadurch ist sichergestellt, dass spätere Finanzprozesse den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Einrichtung von Integrationen
Nutzt das Unternehmen weitere Systeme, werden diese ebenfalls vorbereitet.
Typische Integrationen sind:
- Versanddienstleister (DHL, UPS, DPD, FedEx)
- Dokumentenmanagementsysteme
Dabei werden zunächst die technischen Schnittstellen eingerichtet und getestet.
Die eigentliche Prozessvalidierung erfolgt später während der Testphase.
Individuelle Anpassungen
Falls individuelle Erweiterungen vereinbart wurden, werden diese nun umgesetzt.
Beispiele:
- Benutzerdefinierte Felder
- Individuelle Drucklayouts
Dabei achtet Ingold Solutions darauf, möglichst nahe am SAP-Standard zu bleiben, um zukünftige Updates einfach durchführen zu können.
Das Ergebnis der dritten Woche
Am Ende dieser Phase steht eine vollständig konfigurierte SAP Business One Cloud Umgebung bereit.
Alle Module sind eingerichtet, Benutzer angelegt und die grundlegenden Geschäftsprozesse können erstmals im System durchgespielt werden.
Die technische Basis für die Datenmigration ist damit geschaffen.
Fortsetzung – Woche 4: Datenmigration
Die vierte Woche entscheidet häufig darüber, ob der Go-live reibungslos verläuft oder später unnötige Probleme verursacht.
Denn selbst das beste ERP-System liefert nur dann verlässliche Ergebnisse, wenn die Daten, mit denen es arbeitet, korrekt und vollständig sind.
Genau darum geht es in dieser Projektphase.
Bei der Datenmigration werden sämtliche relevanten Informationen aus dem bisherigen System – beispielsweise aus einer alten ERP-Lösung, einer Buchhaltungssoftware oder Excel-Dateien – in SAP Business One Cloud übernommen.
Welche Daten werden übernommen?
Je nach gewähltem Implementierungspaket werden unterschiedliche Daten migriert.
Im Professional-Paket übernimmt Ingold Solutions unter anderem:
Geschäftspartner
Alle Kunden- und Lieferantenstammdaten werden importiert, darunter:
- Debitoren- und Kreditorenkonten
Artikelstammdaten
Ebenso werden sämtliche Produktinformationen übernommen:
Dadurch stehen alle Produkte unmittelbar nach dem Go-live zur Verfügung.
Preislisten
Unternehmen mit individuellen Kundenpreisen profitieren besonders von diesem Schritt.
Übernommen werden beispielsweise:
- kundenspezifische Preislisten
Eröffnungsbestände
Damit das Unternehmen nach dem Go-live nahtlos weiterarbeiten kann, werden außerdem übernommen:
- offene Lieferantenrechnungen
- Lagerbestände zum Stichtag
So startet SAP Business One Cloud mit denselben Zahlen, die auch im bisherigen System vorhanden waren.
Datenqualität entscheidet über den Projekterfolg
Die eigentliche Migration dauert meist nur wenige Stunden.
Die Vorbereitung dagegen oft mehrere Tage.
Unternehmen, die bereits zu Projektbeginn
- Artikelnummern vereinheitlichen,
- und Lagerbestände abstimmen,
haben in dieser Phase einen erheblichen Vorteil.
Denn SAP übernimmt Daten exakt so, wie sie angeliefert werden.
Fehlerhafte Stammdaten werden durch die Migration nicht automatisch korrigiert.
Aus diesem Grund stellt Ingold Solutions standardisierte Importvorlagen sowie detaillierte Mapping-Dokumente bereit.
Jedes Datenfeld des Altsystems wird dabei einem entsprechenden Feld in SAP Business One zugeordnet.
So lassen sich Fehler bereits vor dem eigentlichen Import erkennen und vermeiden.
Das Ergebnis der vierten Woche
Am Ende der Datenmigration verfügt das Unternehmen über eine vollständig eingerichtete Testumgebung mit realen Unternehmensdaten.
Ab diesem Zeitpunkt können Mitarbeiter sämtliche Geschäftsprozesse unter realistischen Bedingungen testen.
Woche 5: Anwenderschulung
Eine erfolgreiche ERP-Einführung hängt nicht allein von der Software ab.
Sie hängt vor allem von den Menschen ab, die täglich mit ihr arbeiten.
Deshalb steht in Woche fünf nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern die Anwender.
Im Gegensatz zu klassischen Software-Demonstrationen arbeitet das Team nun mit den eigenen Unternehmensdaten in einer realitätsnahen Testumgebung.
Die Mitarbeiter lernen genau die Prozesse kennen, die sie später täglich ausführen werden.
Praxis statt Theorie
Während der Schulung werden keine künstlichen Beispiele verwendet.
Die Teilnehmer arbeiten mit ihren eigenen:
Dadurch entsteht bereits vor dem Go-live Sicherheit im Umgang mit dem neuen System.
Fehler dürfen jetzt gemacht werden – denn sie entstehen in einer Testumgebung und nicht im laufenden Geschäftsbetrieb.
Schulungen nach Aufgabenbereichen
Jede Abteilung erhält eine auf ihre täglichen Aufgaben zugeschnittene Schulung.
Finanzbuchhaltung
Das Finanzteam lernt unter anderem:
- Eingangsrechnungen buchen
- Ausgangsrechnungen verwalten
- Bankabstimmungen durchführen
- Monatsabschlüsse vorbereiten
Vertrieb
Die Vertriebsmitarbeiter arbeiten mit:
Lager und Logistik
Das Lagerpersonal übt:
- Kommissionierungen bearbeiten
Management
Geschäftsführung und Abteilungsleiter konzentrieren sich auf:
Dadurch kann das Management bereits vor dem Go-live nachvollziehen, welche Kennzahlen künftig jederzeit verfügbar sein werden.
Umfang der Schulungen
Der Schulungsumfang richtet sich nach dem gewählten Implementierungspaket.
Während kleinere Pakete eine kompakte Einführung beinhalten, umfasst das Professional-Paket mehrere Stunden individueller Beratung direkt am eingerichteten Kundensystem.
Zusätzlich erhalten alle Anwender Zugriff auf:
- rollenbezogene Kurzanleitungen
- Dokumentationen der wichtigsten Geschäftsprozesse
Dadurch steht den Mitarbeitern auch nach der Schulung jederzeit eine umfassende Wissensbasis zur Verfügung.
Das Ergebnis der fünften Woche
Am Ende dieser Projektphase kennen die Mitarbeiter ihre täglichen Arbeitsabläufe in SAP Business One Cloud.
Unsicherheiten wurden bereits vor dem Go-live beseitigt und sämtliche Fachbereiche sind optimal auf den Produktivstart vorbereitet.
Fortsetzung – Woche 6: Testphase
Bevor SAP Business One Cloud produktiv eingesetzt wird, muss sichergestellt sein, dass sämtliche Geschäftsprozesse unter realen Bedingungen einwandfrei funktionieren.
Genau darum geht es in Woche 6.
Jetzt zeigt sich, ob die Konfiguration den Anforderungen des Unternehmens tatsächlich entspricht oder ob noch Anpassungen erforderlich sind.
Bei Ingold Solutions besteht diese Phase aus drei zentralen Testbereichen. Pasted text.txt
End-to-End-Prozesstests
Im ersten Schritt werden vollständige Geschäftsprozesse vom Anfang bis zum Ende durchgespielt.
Dazu gehören beispielsweise:
Order-to-Cash
Der komplette Vertriebsprozess wird simuliert:
Jeder einzelne Schritt wird von den Mitarbeitern durchgeführt, die diese Prozesse später auch im täglichen Betrieb bearbeiten.
Procure-to-Pay
Ebenso wird der gesamte Einkaufsprozess getestet:
- Bestellung beim Lieferanten
- Zahlung an den Lieferanten
Dadurch wird sichergestellt, dass sämtliche Prozessketten vollständig und fehlerfrei funktionieren.
Integrationstests
Nutzen Unternehmen zusätzliche Systeme, werden nun sämtliche Schnittstellen überprüft.
Dazu zählen beispielsweise:
Jetzt wird geprüft,
- ob Webshop-Bestellungen automatisch in SAP Business One erscheinen,
- ob Lagerbestände korrekt synchronisiert werden,
- ob Zahlungsinformationen übertragen werden,
- und ob alle externen Systeme zuverlässig miteinander kommunizieren.
Fehler in dieser Phase lassen sich deutlich einfacher beheben als nach dem Go-live.
User Acceptance Test (UAT)
Der wichtigste Teil der Testphase ist die Abnahme durch den Kunden.
Die sogenannten Key User prüfen, ob sämtliche Prozesse exakt den Anforderungen entsprechen, die im Projektkonzept definiert wurden.
Dabei bestätigen sie unter anderem:
- Geschäftsprozesse funktionieren wie vereinbart.
- Alle benötigten Funktionen stehen zur Verfügung.
- Belege und Formulare entsprechen den Anforderungen.
- Berechtigungen wurden korrekt eingerichtet.
- Berichte liefern die gewünschten Informationen.
Sollten Abweichungen festgestellt werden, werden diese dokumentiert, priorisiert und vor dem Go-live behoben.
Erst nach der offiziellen Freigabe durch den Kunden beginnt die Vorbereitung des Produktivstarts. Pasted text.txt
Das Ergebnis der sechsten Woche
Am Ende der Testphase steht fest:
- Die Geschäftsprozesse funktionieren.
- Die Schnittstellen arbeiten zuverlässig.
- Die Anwender können mit dem System umgehen.
- Das Unternehmen ist bereit für den Produktivbetrieb.
Woche 7: Vorbereitung des Go-live
Jetzt beginnt die letzte Phase vor der Produktivsetzung.
In Woche 7 werden keine neuen Funktionen mehr entwickelt und keine größeren Änderungen an der Systemkonfiguration vorgenommen.
Stattdessen konzentriert sich das Projektteam darauf, den Wechsel vom bisherigen System auf SAP Business One Cloud sorgfältig vorzubereiten.
Festlegung des Go-live-Termins
Der Go-live-Termin wird jetzt endgültig bestätigt.
Ab diesem Zeitpunkt gilt er als verbindlich.
Alle Projektbeteiligten richten ihre Planung darauf aus.
Ein späteres Verschieben des Termins würde zusätzliche Kosten verursachen und zahlreiche Folgeprozesse beeinflussen.
Letzte Datenmigration
Kurz vor dem Produktivstart erfolgt die finale Übernahme aller Unternehmensdaten.
Dazu gehören insbesondere:
- aktuelle Kunden- und Lieferantenstammdaten
Damit startet SAP Business One Cloud mit exakt denselben Daten wie das bisherige System zum festgelegten Stichtag.
Aktivierung der Benutzer
Jetzt werden sämtliche Benutzerkonten für den Produktivbetrieb eingerichtet.
Dabei werden überprüft:
Jeder Mitarbeiter erhält Zugriff auf genau die Funktionen, die für seine tägliche Arbeit erforderlich sind.
Go-live-Checkliste
Vor der Freigabe wird eine umfassende Abschlussprüfung durchgeführt.
Dabei werden unter anderem kontrolliert:
Erst wenn sämtliche Prüfpunkte erfolgreich abgeschlossen sind, wird der Produktivstart freigegeben.
Hypercare-Planung
Bereits vor dem Go-live wird die intensive Betreuungsphase vorbereitet.
Für die ersten Wochen nach der Einführung definiert Ingold Solutions:
- tägliche Projektabstimmungen
Dadurch können eventuelle Fragen oder kleinere Anpassungen unmittelbar nach dem Go-live schnell bearbeitet werden. Pasted text.txt
Woche 8: Go-live
Nach mehreren Wochen Vorbereitung ist der entscheidende Moment erreicht.
SAP Business One Cloud übernimmt den produktiven Geschäftsbetrieb.
Für viele Unternehmen verläuft dieser Tag deutlich ruhiger als erwartet.
Warum?
Weil sämtliche Prozesse bereits mehrfach getestet wurden.
Die Mitarbeiter kennen das System.
Die Daten wurden überprüft.
Und alle Beteiligten wissen genau, welche Aufgaben sie übernehmen.
Die ersten produktiven Geschäftsvorfälle
Am ersten Tag werden unter anderem:
- sowie erste Managementberichte ausgewertet.
Alle Geschäftsprozesse laufen jetzt erstmals vollständig im Produktivsystem.
Unterstützung während der Hypercare-Phase
Natürlich können im laufenden Betrieb Fragen entstehen.
Deshalb begleitet Ingold Solutions seine Kunden während der ersten zwei bis vier Wochen intensiv.
In dieser sogenannten Hypercare-Phase unterstützt das Projektteam unter anderem bei:
- kleineren Konfigurationsanpassungen
Probleme werden in der Regel innerhalb kurzer Zeit analysiert und behoben.
Abschluss des Implementierungsprojekts
Nach erfolgreichem Go-live wird das bisherige ERP-System in den Lesemodus versetzt.
Es dient ausschließlich noch als Referenz für historische Daten.
Das Unternehmen arbeitet nun vollständig mit SAP Business One Cloud und verfügt über eine moderne ERP-Plattform, die alle zentralen Geschäftsprozesse in einem System vereint.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Hypercare-Phase endet das Implementierungsprojekt – und der produktive Betrieb beginnt.
Häufige Ursachen für Projektverzögerungen – und wie Sie diese vermeiden
Ein Implementierungsprojekt innerhalb von acht Wochen ist durchaus realistisch.
Es gibt jedoch einige Faktoren, die den Zeitplan verlängern können.
Interessanterweise sind diese Verzögerungen nur selten technischer Natur.
In den meisten Fällen liegen die Ursachen in organisatorischen Themen auf Unternehmensseite – und genau diese lassen sich mit einer guten Vorbereitung vermeiden. Pasted text.txt
| Ursache der Verzögerung |
Warum passiert das? |
Empfehlung von Ingold Solutions |
| Unvollständige Daten |
Dubletten, fehlerhafte Stammdaten oder nicht abgestimmte Lagerbestände verzögern die Datenmigration. |
Beginnen Sie bereits in Woche 1 mit der Datenbereinigung und benennen Sie einen verantwortlichen Ansprechpartner. |
| Erweiterung des Projektumfangs |
Zusätzliche Anforderungen werden erst während der Implementierung eingebracht. |
Definieren Sie den Projektumfang frühzeitig. Neue Anforderungen sollten in einer zweiten Projektphase umgesetzt werden. |
| Nicht verfügbare Entscheidungsträger |
Freigaben verzögern sich, weil Verantwortliche im Urlaub oder anderweitig verhindert sind. |
Stimmen Sie alle wichtigen Termine bereits während des Discovery Workshops mit den Projektverantwortlichen ab. |
| Zu späte Integrationstests |
Schnittstellen werden erst kurz vor dem Go-live geprüft. |
Testen Sie alle Integrationen spätestens in Woche 5. |
| Flexibler Go-live-Termin |
Der Produktivstart wird mehrfach verschoben. |
Nach der Freigabe in Woche 7 sollte der Go-live-Termin verbindlich bleiben. |
Die Erfahrung aus zahlreichen Projekten zeigt deutlich:
Technische Herausforderungen lassen sich in der Regel schnell lösen.
Organisatorische Probleme dagegen verursachen häufig die größten Verzögerungen.
Deshalb arbeiten erfolgreiche ERP-Projekte immer als gemeinsames Team:
- Der Implementierungspartner übernimmt die technische Umsetzung.
- Das Unternehmen sorgt für klare Entscheidungen, vollständige Daten und verfügbare Ansprechpartner. Pasted text.txt
Welches Implementierungspaket passt zu Ihrem Unternehmen?
Der oben beschriebene Acht-Wochen-Zeitplan orientiert sich an den Standard- und Plus-Paketen von Ingold Solutions.
Je nach Projektumfang unterscheiden sich die enthaltenen Leistungen.
| Leistungsumfang |
Basic |
Standard |
Plus |
Professional |
| Installation aller Module |
✔ |
✔ |
✔ |
✔ |
| Unternehmensdatenbank inkl. Kontenplan (SKR03 / SKR04) |
✔ |
✔ |
✔ |
✔ |
| Individuelle Beleglayouts |
✔ |
✔ |
✔ |
✔ |
| Einstiegsschulung (1 Stunde + Handbuch + Learning Hub) |
✔ |
✔ |
✔ |
✔ |
| Live-Schulungen mit SAP-Berater |
— |
1 Std. |
3 Std. |
5 Std. |
| Banking- und Zahlungsverkehr |
— |
— |
✔ |
✔ |
| DATEV- und ELSTER-Konfiguration |
— |
— |
✔ |
✔ |
| Import von Stammdaten |
— |
— |
— |
✔ |
| Import der Eröffnungsbestände |
— |
— |
— |
✔ |
| Preis (zzgl. Lizenzen & Hosting) |
500 € |
1.400 € |
2.950 € |
4.900 € |
Alle Pakete beinhalten:
- Unterstützung beim Go-live
- Zugang zum SAP Learning Hub
- Projektbegleitung durch erfahrene SAP-Berater
Für Unternehmen mit bestehender Buchhaltung, umfangreichen Stammdaten oder gesetzlichen Anforderungen wie DATEV, ELSTER, SEPA oder XRechnung empfiehlt Ingold Solutions in der Regel mindestens das Plus- oder Professional-Paket. Pasted text.txt
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine SAP Business One Cloud Implementierung?
Für kleine und mittelständische Unternehmen liegt die Projektdauer in der Regel zwischen sechs und acht Wochen.
Kleinere Projekte mit wenigen Benutzern und ohne Datenmigration können bereits innerhalb von drei bis vier Wochen produktiv gehen.
Komplexere Einführungen mit mehreren Lagerstandorten, Produktionsprozessen oder umfangreichen Schnittstellen benötigen häufig zehn bis sechzehn Wochen. Pasted text.txt
Was beinhaltet das Basic-Implementierungspaket?
Das Basic-Paket umfasst unter anderem:
- Installation aller SAP Business One Module
- Einrichtung der Unternehmensdatenbank
- Kontenplan (SKR03 oder SKR04)
- individuelle Beleglayouts
- Zugang zum SAP Learning Hub
Banking-Konfiguration, DATEV-, ELSTER- sowie Datenmigration sind Bestandteil der höheren Implementierungspakete. Pasted text.txt
Was passiert, wenn sich das Projekt verzögert?
Verzögerungen entstehen meist durch:
- zusätzliche Anforderungen,
- fehlende Projektentscheidungen,
- oder verspätete Freigaben.
Ingold Solutions arbeitet deshalb mit:
- regelmäßigen Projektstatus-Meetings,
- Change-Request-Prozessen,
- transparenten Aufgabenlisten
- und einem strukturierten Eskalationsmanagement.
Dadurch werden Auswirkungen auf den Go-live frühzeitig erkannt und kommuniziert. Pasted text.txt
Muss das bisherige ERP-System während der Implementierung abgeschaltet werden?
Nein.
Während der gesamten Implementierungsphase arbeitet Ihr Unternehmen weiterhin mit dem bisherigen System.
SAP Business One Cloud wird zunächst in einer separaten Testumgebung eingerichtet.
Erst am vereinbarten Go-live-Termin erfolgt die Umstellung.
Das bisherige System bleibt anschließend meist noch mehrere Monate im Lesemodus verfügbar, sodass historische Daten jederzeit eingesehen werden können. Pasted text.txt
Unterstützt Ingold Solutions auch nach dem Go-live?
Ja.
Alle Implementierungspakete beinhalten Unterstützung während des Produktivstarts.
Darüber hinaus begleitet Ingold Solutions seine Kunden während einer zwei- bis vierwöchigen Hypercare-Phase.
Auch langfristige Support- und Wartungsverträge stehen zur Verfügung und umfassen beispielsweise:
- individuelle Erweiterungen
- zukünftige Prozessanpassungen
So wächst SAP Business One Cloud gemeinsam mit Ihrem Unternehmen. Pasted text.txt
Bereit für Ihre SAP Business One Cloud Implementierung?
Eine erfolgreiche ERP-Einführung beginnt lange vor dem eigentlichen Go-live.
Mit einer klaren Projektstruktur, sauberen Stammdaten und einem erfahrenen Implementierungspartner lässt sich eine SAP Business One Cloud Implementierung in vielen Fällen innerhalb von acht Wochen erfolgreich realisieren.
Als SAP Silver Partner und Microsoft Solutions Partner unterstützt Ingold Solutions Unternehmen seit vielen Jahren bei der Einführung, Migration und Optimierung von SAP Business One Cloud.
Von der ersten Prozessanalyse über die Datenmigration bis hin zum Go-live und dem anschließenden Support begleitet Sie unser erfahrenes Expertenteam während des gesamten Projekts.
Dabei gehören DATEV, ELSTER, SEPA, XRechnung, Microsoft Azure Hosting sowie individuelle ERP-Integrationen zum festen Bestandteil unserer Implementierungsleistungen – insbesondere für Unternehmen im deutschen Markt. Pasted text.txt
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- die Anzahl Ihrer Benutzer,
- Ihre bestehenden Geschäftsprozesse,
- den Umfang der Datenmigration,
- gesetzliche Anforderungen,
- sowie notwendige Integrationen zu Webshops oder Drittsystemen.
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